Brandenburger Ökofilmtour

„Die Brotrebellen“ – „Wen dürfen wir essen“ – „Die Schönen der Nacht“

Wie in jedem Frühjahr zeigen wir im Anschluss an unsere Saatgut- und Pflanzentauschbörse einige ausgewählte Filme der Brandenburger Ökofilmtour. Das Projekt ist organisiert vom Förderverein für Öffentlichkeitsarbeit im Natur- und Umweltschutz e. V., einem Zusammenschluss von umweltengagierten Filmemacher.innen, Fernsehjournalist:innen, Schriftsteller.innen und Pädagog.innen.

Diesmal haben wir drei inspirierende halbstündige Dokumentationen ausgewählt. Im Anschluss gibt es ein Publikumsgespräch.

Die Brotrebellen – Jean-Jacques und das Gold Georgiens

Eine Dokumentation von Thomas Riedelsheimer
zeroone film für BR und ARTE, 2022
31 Minuten
Früher hätte es sich der Franzose Jean-Jacques Jacob wohl nie träumen lassen, einmal als Bäcker und Bauer zu leben. Doch im Leben des Schreiners und studierten Philosophen gab es schon immer Überraschungen. In Georgien fand er, was ihm zur Lebensaufgabe wurde: Ein Brot, das er trotz seiner Glutenunverträglichkeit essen kann. Er züchtete alte Weizensorten, vergrub sich in der Kulturgeschichte und erlernte das Brotbacken mit Sauerteig. Heute hat er am Fuße des Kaukasus einige Felder und in der Hauptstadt Tiflis eine kleine Bäckerei. Und er ist glücklich, denn das Brotbacken wurde ihm zum Lehrmeister im Umgang mit der Natur, den Menschen und mit sich selbst.

Wen dürfen wir essen? – Der Status Quo

Eine Dokumentation von Jannis Funk und Jakob Schmidt
Eschata Film für ARTE und Radio Bremen, 2022
32 Minuten
Wie halten wir heute Tiere – und warum? Folge 1 zeichnet ein Bild des Status Quo und gestattet einen Blick hinter die Kulissen einer Schweinemastanlage. Tierschutzaktivist:innen begeben sich auf nächtliche Einsätze, um Missstände aufzudecken. Eine Kuhbäuerin aus Brandenburg sucht nach einem Weg, Tierwohl und Nutztierhaltung zu vereinen – und stößt an die Grenzen des Systems.

Die Schönen der Nacht

Eine Dokumentation von Holger Vogt
Doclights für NDR, 2021
29 Minuten
Wenn die Sonne über Hamburgs Dächern sinkt, machen sich zwei Männer mit Keschern und Lampen auf den Weg zum Stadtrand. Die Wissenschaftler wollen die Arten bestimmen, die es im Stadtgebiet noch gibt in diesen Zeiten des Insektensterbens. 91 Prozent aller Schmetterlinge sind Nachtfalter, fast 3500 Arten gibt es hierzulande. Wie die 250 Tagfalterarten sind auch sie gefährdet. Durch industrielle Landwirtschaft, Bebauung und zu viel Licht. Dabei sind Nachtfalter auch wertvolle Bestäuber unserer Nahrungspflanzen. Die Nordreportage begleitet die beiden Hamburger Biologiestudenten und beobachtet sie bei ihren Fangtouren.

Ab 12 Uhr gibt es im Theater eine Tauschbörse für Saatgut und Pflanzen.