Anton, Du bist als Schriftsteller so nötig, so schrecklich nötig, damit die Menschen zur Ruhe kommen, damit sie verstehen, dass es Poesie in der Welt gibt, dass es liebende menschliche Seelen gibt, dass das Leben groß und schön ist. Jeder einzelne Satz von Dir ist nötig und wird in Zukunft noch nötiger sein.
Olga Knipper
Meine liebe, prachtvolle Schauspielerin, ich liebe Dich. Ich küsse Dich und umarme Dich, meine Liebe, mein Kleinod. Ich segne Dich. Schreibe mir, schreibe mir, schreibe mir jeden Tag, sonst wird es Schläge setzen. Auf Wiedersehen, Olja, meine Gute, Krokodil meiner Seele.
Anton Tschechow
Mein Herz – mein Hund ist der dramatische Dialog zweier Liebender, der in dieser bewegenden Briefzusammenstellung Zeugnis vom Leben, den Erfolgen, Ängsten und auch dem Leiden Anton Tschechows und seiner geliebten Frau Olga Knipper gibt. Beide verband eine innige Freundschaft, die später in eine leidenschaftliche Liebe und außergewöhnliche Ehe mündete.
Erst fünf Jahre vor Tschechows Tod lernte die Schauspielerin Olga Knipper den großen russischen Dramatiker kennen. Zu diesem Zeitpunkt war er schon schwer an Tuberkulose erkrankt, lebte weit entfernt von Moskau auf der Krim, während Knipper am Moskauer Künstlertheater engagiert war. Aus der physischen Distanz entwickelte sich ein intensiver Briefwechsel, der trotz des Begehrens und all der Sehnsucht nie den Humor, die Leichtigkeit die Poesie verlor. Olga Knipper und Anton Tschechow einte nicht nur ihre Liebe, sondern auch die Leidenschaft zum Theater. Sie waren sich gegenseitig Inspiration und Heimat, Liebende – in weiter Ferne so nah.
In der unterhaltsamen szenische Lesung sind Stücke von Sting, Rio Reiser, Frankie Valli u. a. in eigenen Interpretationen zu hören.
Teresa Weißbach spielt seit 2019 im Erzgebirgskrimi des ZDF. Mit 17 Jahren stand sie in Leander Haußmanns Sonnenallee vor der Kamera, später in Tatort, Polizeiruf 110, Soko Leipzig und Der Bergdoktor. Jürgen Flimm holte sie für seine Inszenierung Der Ring des Nibelungen zu den Bayreuther Festspielen, sie spielte am Wiener Burgtheater, am Staatstheaeter Nürnberg, am Alten Schauspielhaus Stuttgart, am Volkstheater Rostock und am Mecklenburgische Staatstheater Schwerin.
Christoph Tomanek spielte am Thalia Theater Hamburg, am Schauspielhaus Hamburg und am Residenztheater München. Er war in Tatort, Polizeiruf 110 und Soko Leipzig zu erleben, seit nunmehr zehn Jahren spielt er in der ARD-Fernsehserie Morden im Norden den Pathologen Dr. Strahl.