Der Letzte macht das Licht aus | Weißwasserbericht

Zwei Stücke von Studierenden der Hochschule für Schauspielkunst „Ernst Busch“

Szene aus „Weißwasserbericht“

Der Letzte macht das Licht aus

Ein Haus am See. Alte Freunde und neue Bekanntschaften, die mehr verbindet, als ihnen lieb ist. Zwischen Lachen und Schweigen verschwimmen die Grenzen – zwischen Realität und Spiel, Schuld und Vergebung, Wahrheit und Pflicht. Und während draußen das Licht langsam verlischt, wird drinnen klar, dass manches Ende schon längst begonnen hat.

Weißwasserbericht

Rico, der nach Jahren in der „Weltstadt“ mit Schulden, Enttäuschungen und einem wahnsinnigen Inkassoagenten im Nacken zurückkehrt, findet in seiner alten Heimat keinen Halt: endlose Tagebauwüste statt blühender Landschaften, nörgelnde Eltern und Pittiplatsch, dem die Rückkehr der Wölfe zu schaffen macht. Zugehörig fühlt er sich nur seinem alten Kumpel Roy, der sich auf seltsame Art ständig und doch nie zu verändern scheint. Mit ihm versucht er, die unbeschwerte Kindheit wiederzufinden.

Das Stück verwebt persönliche und gesellschaftliche Bruchlinien: Kapitalismus, Sozialismus, das Gefühl von Fremdsein – egal, wo man hingeht. Rico sucht nach einem Zuhause und findet stattdessen die verdrängte Wahrheit seiner Kindheit.

Puppen und Objekte treffen auf live- und vorproduzierte Videobilder, Trash trifft auf existenzielle Fragen. Es entsteht eine Bild- und Erzählwelt, die zugleich roh, poetisch und verstörend ist.

Im Februar lief das Stück im Deutschen Theater Berlin.
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