Kabakon oder Die Retter der Kokosnuss

Theaterspektakel nach dem Roman „Imperium“ von Christian Kracht

Die Retter der Kokosnuss sind bereit

In seinem Roman „Imperium“ erzählt Christian Kracht die wahre Geschichte des Kokovoren und Nudisten Engelhardt, der Anfang des 20. Jahrhunderts in die deutschen Südsee-Kolonien aufbricht. Ein junger Mann auf der Suche. Ein Ur-Romantiker. Er kauft die Insel Kabakon im damaligen Deutsch-Neuguinea, um Kokosnüsse anzubauen und sich von diesen zu ernähren. Und zwar ausschließlich. Der erste Extremveganer mit stark religiösem Motiv. Die Kokosnuss gilt ihm als das Ebenbild Gottes. Engelhardt hofft auf Nachahmung. Ein Sonnenorden wird entstehen. Er soll die Welt retten.

Thomas Rühmann und Tobias Morgenstern bringen den hochgelobten Roman nun auf die Bühne des Theaters am Rand. Ihre Inszenierung nimmt den Phantasten Engelhardt ernst in seiner Sehnsucht. Das Unmögliche versuchen. Das tun, was keiner kann.

Ein Abenteuer? Ein hochironisches Märchen? Ein dummer August auf der Suche nach dem Paradies? Wer wird gewinnen? Die Kokosnuss oder die Moderne? Der Mensch oder der Planet?

Solcherart geballte Fragestellungen verlangen provokante Kunstformen. „Die Retter der Kokosnuss“ sind bereit. Für ein komödiantisches Theaterspektakel, das die Weite sucht, die traditionelle Bühne verlässt und eine Insel erfindet. Kabakon im Oderbruch.

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