Heimat – Heine – Heymann

Musikalisch-literarisches Programm mit Jalda Rebling, Daniel Weltlinger und Tobias Morgenstern

Daniel Weltlinger, Tobias Morgenstern und Jalda Rebling

Heinrich Heine und Werner Richard Heymann lebten in verschiedenen Zeiten. Beide liebten ihre deutsche Sprache und ihre deutsche Kultur und gestalteten sie entscheidend mit. Beide wurden vom Land ihrer Kultur verraten und verleugnet. Beide blieben sich trotzdem treu. Beide blieben Lebenskünstler und Genussmenschen.

Woher kommt die trotzige Liebe zur deutschen Kultur? Woher kommt die Kraft dieser Liebe? Wie lebt man in einer Gesellschaft, die einen bejubelt und dann verrät?

Die Schauspielerin und Sängerin Jalda Rebling, der Akkordeonist Tobias Morgenstern, der Geiger Daniel Weltlinger und Heymanns Tochter Elisabeth Trautwein-Heymann suchen nach Antworten mit Liedern, die jeder kennt, und bisher ungehörten Liedern, lesen aus Briefen und nähern sich dem Paradox der verratenen Liebe zu einer Kultur.

Werner Richard Heymann galt als einer der bedeutendsten Musikschöpfer der Weimarer Republik. Er schrieb zahlreiche Operetten, Schlager, Chansons und Filmmusiken. Von 1926 bis 1933 war Heymann Generalmusikdirektor der Ufa – bis ihm wegen seier jüdischen Herkunft gekündigt wurde. Nach der Emigration kehrte der Künstler nach Deutschland zurück. Er starb am 29. Mai 1961 in München – der Tag des Konzerts ist sein 60. Todestag.