Theater am Rand

Schlafplatz am Rand

 

Freitag
01.04.16

„Eine spanische Nacht“ mit Fermín Villanueva & Stephan König
19:30 Uhr

Dieser Abend bietet eine einzigartige Mischung aus Sentiment und Temperament - spanische Musik mit Anklängen von Flamenco, Malagueña und Jota, dargeboten in einer virtuosen Duo-Konstellation. Fermín Villanueva ist einer der vielversprechendsten jungen spanischen Cellisten. Stephan König studierte an der Hochschule für Musik Leipzig und ist seither freischaffend tätig. Er leitet das Leipjazzig-Orkester, lehrt an der Hochschule für Musik und Theater in Leipzig und ist mit zahlreichen Projekten weltweit unterwegs. Es erklingen Werke von Manuel de Falla, Enrique Granados, Stephan König u.a.
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Samstag
02.04.16

Heinrich Heine in Liedern und Gedichten
19:30 Uhr

Bei Heine kann man noch Tränen lachen und weinen. Spaß und Schmerz, Witz und Wehmut wechseln von Vers zu Vers, von Strophe zu Strophe, durch die einzelnen Stationen seines Lebens, vom übermütigen Jüngling zum totkranken Heimatlosen. Wer wissen will, wie modern, ironisch, spöttisch und sentimental Heine ist, wie schön und musikalisch Sprache sein kann, sollte diese Vorstellung nicht versäumen. Es singt und erzählt Jens-Uwe Bogadtke, begleitet von Peter Schenderlein am Klavier.
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Sonntag
03.04.16

„Bleiben will ich, wo ich nie gewesen bin“
11:00 Uhr

Ein Abend für Thomas Brasch – Texte. Szenen. Film. Mit Marion Brasch und Andreas Keller
„Bleiben will ich, wo ich nie gewesen bin“ – das ist die letzte Zeile eines der bekanntesten Gedichte von Thomas Brasch. Und es ist eine Schlüsselzeile für den Schriftsteller, Dramatiker und Filmemacher, von dem der Theatermann Claus Peymann sagte, sein Leben sei ein „wüster Roman über Ost und West“ gewesen. Geboren im englischen Exil der jüdisch-kommunistischen Eltern, aufgewachsen und renitent geworden in der DDR, die er 1976 verließ, um auch in der BRD nie anzukommen, und erst recht nicht im vereinten Deutschland. In seinen Gedichten, Theaterstücken und Filmen konfrontiert er scharfsinnig, kraftvoll und originell gesellschaftliche Widersprüche in einer Dringlichkeit, die aktueller ist denn je.
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Sonntag
03.04.16

Dirks & Wirtz
17:00 Uhr

Die beiden Gitarrenvirtuosen Reentko Dirks und Daniel Nikolas Wirtz sind bekannt für ihre Art, konzertante Musik mit den unterschiedlichsten Stilistiken wie Tango Nuevo, Jazz, Flamenco und Worldmusic zu verbinden. Im aktuellen Programm wird dem Hörer eine rasante, intensive Klangreise geboten – Dirks und Wirts verstehen es wie kein anderes Ensemble dieser Art, den Bogen von brasilianischer Musik über intensive Begegnungen mit Tango und Flamenco bis hin zu modernen Klängen zu spannen. Das Duo war darüber hinaus jahrelang Teil der Formation „Annamateur und Außensaiter“, mit der es 2008 den Deutschen Kleinkunstpreis erhielt. Neben ihren eigenen Kompositionen wird auch Musik u. a. von Astor Piazzolla, Chick Corea, Sting, John Williams und Harry Belafonte zu einer puristisch-virtuosen Konzertmusik arrangiert.
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Donnerstag
07.04.16

Gott ist zu langsam
15:00 Uhr

nach dem Roman von Walfriede Schmitt
Eine Berliner Destille im heutigen Osten der schönen deutschen Hauptstadt. Beim Gastwirt Werner, in seiner geliebten Kneipe,
holen sich die Leute aus dem Kiez Rat, Zuspruch, Erleichterung und die nötige Bettschwere. Ihre Schwierigkeiten mit sich selbst und den Zeichen der Zeit sind komisch und berührend und werden mit dem nötigen Ernst und voller Lachen erzählt.
Es spielen Walfriede Schmitt und Jens-Uwe Bogadtke, Regie: Nicole Haase
(für Gruppen vorrangig)




Freitag
08.04.16

Gott ist zu langsam
19:30 Uhr





Samstag
09.04.16

Professor Unrat
19:30 Uhr

Nach dem Roman von Heinrich Mann und der Verfilmung „Der blaue Engel“
Heinrich Mann beschreibt die Geschichte des Gymnasialprofessors Dr. Immanuel Raat, den alle „Unrat“ nennen. Es geht nur vordergru?ndig um einen ältlichen, verbitterten Pauker, der, durch die Kleinstadtkokette Rosa Fröhlich entflammt, aus der kleinbu?rgerlichen Welt fällt. Volker Ranisch lässt in freier Rede die Figuren und ihre mannigfaltigen Beziehungen zum Vergnügen der Zuschauer entstehen. Er eröffnet eine reiche Welt, die in ihrer Aktualität und Zeitlosigkeit fasziniert, weil sie mit der menschlichen Lust an Gaunereien, an kleineren und größeren eleganten Verbrechen und unserer Verführbarkeit spielt. Theaterfassung und Spiel: Volker Ranisch




Sonntag
10.04.16

Tanztee
16:00 Uhr

Tanztee im Theater am Rand – das ist inzwischen Tradition! Mit viel frischem Wind starten wir in die neue Tanzsaison. Tanzbare Swing- und Jazzstandards, Ragtime und Dixielandtitel aus den 30er und 40er Jahren bilden das Repertoire. Klassische Big-Band-Musik von Glenn Miller bis Benny Goodman oder Count Basie laden auf die Tanzfläche ein. Es spielt Take Brass - eine üppige Brass-Band aus größeren Schülern und gestandenen Bläsern aus Bad Freienwalde, unterstützt von einer professionellen Rhythmusgruppe, Klavier und Gitarre. Die Leitung hat Endrik Salewski.




Freitag
15.04.16

„Dass ich nicht vergess’, Ihnen zu erzählen“
19:30 Uhr

Die renommierte und im Theater am Rand wohl bekannte Walfriede Schmitt liest und erzählt jüdische Geschichten. Begleitet wird sie von Karsten Troyke und dem Trio Scho. Troyke ist Chansonsänger, Schauspieler und Sprecher, der sich vor allem mit jiddischen Liedern einen internationalen Namen machte. Er gilt als einer der bedeutendsten Interpreten dieses Genres in Europa. Das Trio Scho, das 1992 in der Ukraine entstand und seit 1994 vorwiegend auf Berliner Bühnen unterwegs ist, sind Gennadi Desjatnik (viol, voc), Valeriy Khoryshman (acc), Michael Jach (db). Komplettiert wird das Ensemble durch den Klarinettisten Jürgen Kuppke.




Samstag
16.04.16

Das Totenschiff
15:00 Uhr

Das Schiff als Sinnbild menschlicher Gesellschaft, diese Metapher greifen die Protagonisten der legendären Klaus-Renft-Combo Gerulf Pannach und Christian Kunert mit ihrem nach Motiven des gleichnamigen Romans von B. Traven entstandenen Stück auf. Mit großer Personage und kraftvollen Songs erzählen sie die berühmte Totenschiff-Geschichte um die beiden Seeleute Gerard Gale und Stanislaw Lawski. Zwei arme Schweine voller Witz und Lebenslust auf großer Fahrt mit einem totgeweihten Schiff. Zwei Leichtmatrosen, Jens-Uwe Bogadtke und sein Sohn Paul Fo, haben sich aufgemacht, diesen Schatz zu heben. Sie konzentrieren sich in dieser Produktion auf die beiden Haupthelden und die Songs. Mit Lexa Thomas (b, git, tb), Gustav Anders (p, key) und Micha Uchner (dr, git)
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Samstag
16.04.16

Das Totenschiff
19:30 Uhr





Sonntag
17.04.16

Eberhard Esche - Gehen.Bleiben.Kommen
11:00 Uhr

Eine Lesung aus der Zusammenstellung von Texten Eberhard Esches aus 24 Jahren in dem Buch „Ein Stolz, der groß ist“.
Es sind die letzten Worte an Kollegen, an Freunde, Trauerreden gehalten auf Gedenkfeiern oder Beerdigungen. Sie dienen dem Anlass und sind zugleich bleibende Worte über den Menschen, über das Theater und über die Welt. Esche spricht als Chronist, als Mahner, als ein Liebender. Jens-Uwe Bogadtke liest und singt drei Gundermann-Lieder, Lexa Thomas improvisiert und begleitet auf dem Elektro-Bass.
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Sonntag
17.04.16

Liederseelen - Bobo & Sebastian Herzfeld & Yegor Zabelov
17:00 Uhr

Deutsche Romantik, reloaded!
Die Sängerin Bobo wurde Anfang der Neunziger mit ihrer Band „Bobo in White Wooden Houses“ bekannt. Seit vielen Jahren ist sie aber auch mit einem modernen Volks-und Kunstliedprogramm unterwegs, das seine Wurzeln in romantischem Liedgut hat, das sie schon in ihrer Jugend geprägt hat. Ihr langjähriger musikalischer Weggefährte Sebastian Herzfeld orchestriert mit ungewöhnlichen Instrumentarium wie Präpariertem Klavier. Harmonium, Bass und Metallistrumenten einen magischen Soundtrack zu diesen „Liederseelen“. Mit diesem Konzertprogramm wandeln sie auf den Spuren grosser dt. Dichtkunst und haben Gedichte von Eichendorff, Friedrich Rückert, Conrad F. Meyer u.a. mit ihrem musikalischen Kosmos verbunden. Seit 2014 spielen die beiden Musiker im Trio mit Yegor Zabelov, dem wohl bekanntesten Akkordeonisten der weissrussischen Off-Musik-Szene. Zabelov bereichert die Musik von Bobo&Herzfeld mit seinem virtuosen Spiel zwischen Melancholie und kraftvollen Rocklooks. Ein Musikereignis der besonderen Art dreier herausragender Klangkünstler.
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Donnerstag
21.04.16

Kino am Rand: Willenbrock
19:00 Uhr

Reihe mit Filmen von Andreas Dresen
Bernd Willenbrock ist ein Gebrauchtwagenhändler in Magdeburg. Er hat es zu etwas gebracht und hält sein Leben für perfekt: Ehefrau, zwei Geliebte, Haus, Wochenendhaus, Nobelkarosse, viel Sex und ausreichend Geld. Doch durch einen brutalen Überfall wird er unerwartet aus seinen Gewohnheiten gerissen. Verzweifelt versucht er, die Kontrolle über sein Leben wiederzuerlangen. Mit Axel Prahl, Inka Friedrich, Anne Ratte-Polle, Dagmar Manzel u.a.




Freitag
22.04.16

Dshamilja
19:30 Uhr

nach Tschingis Aitmatow
mit Thomas Rühmann und Tobias Morgenstern
„Wo mögt ihr jetzt sein? Welche Straße wandert ihr entlang? Ohne dich umzuschauen, bist du in die Steppe hinausgewandert, Dshamilja. Vielleicht bist du müde, vielleicht hast du den Glauben an dich verloren? Lehne dich an Danijar, er soll ein Lied über die Liebe singen, von der Erde, vom Leben!“ Fern im nordöstlichen Kirgisien, irgendwo im Tal des Kukureuflusses, im Sommer des Jahres 1943. Auf dem Kornwagen bringen Said, Danijar und Dshamilja das an der Front benötigte Getreide zur Bahnstation. Hier beginnt sie: „Die schönste Liebesgeschichte der Welt.“. Der fünfzehnjährige Said, der noch nicht weiß, wie sich Liebe zuträgt, erzählt sie mit großem Erstaunen. Aitmatows Dichtkunst, Rühmanns Stimme, Morgensterns Musik nehmen sich jener „Zaubernacht im August an, in der Mann und Frau sich erkennen und das Kind dunkel das Licht ahnt.“ (Louis Aragon) Am Rand des Krieges, am Rand der Welt, am Rand der Religionen.




Samstag
23.04.16

Dshamilja
15:00 Uhr

(für Gruppen vorrangig)




Samstag
23.04.16

Dshamilja
19:30 Uhr





Sonntag
24.04.16

"Glaubt mir kein Wort“ Peter Ensikat – Nicht zu vergessen!
11:00 Uhr

Bastienne Voss (Buchautorin, DISTEL-Kabarettistin a.D. und Herausgeberin) und Wolfgang Winkler (Schauspieler, Polizeirufkommissar a.D. und Rentnercop beim WDR) lesen und singen erstmals veröffentlichte Texte des im Jahre 2013 verstorbenen Kabarettautors Peter Ensikat. Die Sammlung des im September 2015 unter dem Titel „GLAUBT MIR KEIN WORT“ erschienenen Buchs umfasst Texte, die zwischen 1969 und 2008 von Ensikat für das Berliner Kabaretttheater DISTEL geschrieben wurden. Kabarettistische Glanzstücke, von zum Teil erschreckender Aktualität. „Irgendwie haben alle recht. Und das ist mein Problem: Wenn alle recht haben, wem soll ich dann noch glauben?“ Peter Ensikat
„Einer der anständigsten, liebenswürdigsten und humorigsten Künstler überhaupt – und das als Meister von Ironie und Satire.“ Frankfurter Rundschau




Sonntag
24.04.16

Zwischen Bach und Baghdad - Manfred Leuchter & Ian Melrose
17:00 Uhr

Manfred Leuchter, der ethnojazzaffine Akkordeon-Virtuose mit dem arabischen Einschlag, und Ian Melrose, einer der versiertesten Akustik-
gitarristen im Fingerstyle Bereich, kreieren eine neue musikalische Fusion: World Accordion meets Fingerstyle Guitar. Die geballte musikalische Erfahrung der beiden schmilzt zusammen zu einer intensiven Melange: emotional, virtuos und faszinierend. Geprägt und inspiriert von ihren zahllosen Reisen entsteht eine weite musikalische Spannkraft: Von Asien bis Schottland, von den Goldberg-Variationen bis zum Latin-Groove. Mit Manfred Leuchter (Akkordeon) und Ian Melrose (Gitarre, Low Whistle, Xaphoon).
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Donnerstag
28.04.16

Diese Veranstaltung muss aus Krankeitsgründen leider entfallen. Randthema: Dirk C. Fleck
19:00 Uhr

Abgrundtief realistisch und dennoch voller Hoffnung – dies ist das Motto der Maeva-Trilogie, welche die schrecklichen Folgen unserer zerstörerischen Lebensweise schildert, nicht ohne jedoch denkbare Auswege aus dem drohenden Dilemma aufzuzeigen. Das „Tahiti-Projekt“ spielt im Jahre 2022 und macht eine sozio-ökologische Gesellschaft, die sich abseits des globalen Wahnsinns in der Südsee gebildet hat, sinnlich erfahrbar. „Feuer am Fuss“ schildert die fürchterlichen Zustände, die uns das zusammenbrechende kapitalistische System bescheren wird. Kurz: der Roman handelt vom Untergang unserer Zivilisation, der sich auf vielfältige Weise seit geraumer Zeit ankündigt. Aber wie in den beiden Vorgängerromanen wird auch hier das Prinzip Hoffnung hoch gehalten. In vielen gebeutelten Regionen der Erde entwickelt sich inmitten des Ökozids nämlich ein neues Bewusstsein, das von den ausschwirrenden Vertretern der Urtraditionen spirituell unterfüttert wird. „Feuer am Fuss“ ist eine literarische Hochrechnung, zu der es nicht einmal sonderlich viel Fantasie brauchte.
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Freitag
29.04.16

Sedaa – Musik zwischen Orient und mongolischer Steppe
19:30 Uhr

„Sedaa“ bedeutet im Persischen „Stimme“ und verbindet die traditionelle mongolische mit der orientalischen Musik zu einem ebenso ungewöhnlichen wie faszinierenden Ganzen. Die in ihrer mongolischen Heimat ausgebildeten Meistersänger Nasaa Nasanjargal, Naraa Naranbaatar - bekannt durch die Gruppe Transmongolia - und der virtuose Hackbrettspieler Ganzorig Davaakhuu entführen gemeinsam mit dem iranischen Multiinstrumentalisten Omid Bahadori in eine wahrhaft exotische Welt zwischen Orient und mongolischer Steppe. Uralte Gesangstechniken ihrer nomadischen Vorfahren, vibrierende Untertongesänge und der Kehlgesang Hömii sowie die wehmütigen Klänge der Pferdekopfgeige und die perligen Töne des mit 120 Saiten bespannten Hackbretts verschmelzen mit pulsierenden orientalischen Trommelrhythmen zu einer mystischen Melange der Schwingungen und Stimmungen.
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Samstag
30.04.16

Szenen einer Ehe
19:30 Uhr

Schauspiel nach Ingmar Bergman
Auch als Theaterstück gestattet uns Ingmar Bergmans als Film berühmt gewordene Geschichte einen atemberaubenden Einblick in eine ganz alltägliche Ehe-Hölle, die über das Musterpaar Marianne und Johan hereinbricht, als Johan glaubt, sich in eine andere, jüngere Frau verliebt zu haben. Voll Sprachwitz und psychologischer Schärfe jagt Bergman seine Figuren durch die gesamte Gefühls-Klaviatur. Es ist entlarvend, erschreckend authentisch und doch äußerst amüsant, ihnen dabei zuzusehen - egal, ob man verheiratet ist oder nicht. Ingmar Bergmans „Szenen einer Ehe“, die nach ihrer Ausstrahlung 1973 die Familienplanung einer ganzen Generation erschütterten und zu endlosen Debatten an unzähligen Küchentischen führten, haben nichts eingebüßt an Zündstoff und universeller Gültigkeit. Es spielen Elke Richter und Peter W. Bachmann. Eine Inszenierung des Neuen Theaters Halle.
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